Hildegund Amanshauser
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Wintersemester 2012/2013

Über das Kuratieren, Theorie und Praxis. Ein Seminar zur Kunstvermittlung

Bezog sich der Begriff „Kuratieren“ ursprünglich auf das Ausstellung machen, so hat sich dieser in den letzten Jahren stark erweitert und ausdifferenziert. Heute werden Tanzfestivals, Symposien, Filmreihen oder Literaturfeste etc. kuratiert. Das Kuratorische ist eine kulturelle Praxis, die Theorie und Praxis, Reflexion und Vermittlung, Erfahrung und Wissen miteinander in Beziehung setzt.
Dieses Seminar beginnt mit einem kurzen Überblick über die Geschichte des Kuratierens und der (Kunst)Ausstellung im Laufe der letzten hundert Jahre, fokussiert aber auf aktuellen Fragestellungen.
Anhand von unterschiedlichen Texten werden verschiedene Themenfelder erarbeitet: Was ist Kuratieren genau, was ist die kuratorische Methode? Wie sieht das Berufsfeld des/der Kurators/in aus? Wie funktioniert kollektive Produktion, was bedeutet es im Zeitalter der Globalisierung zu kuratieren? Wie ist das Verhältnis von Theorie und Praxis? Wie definiert und erreicht man welche Öffentlichkeiten? Darüber hinaus werden wir drei Ausstellungsinstitutionen besuchen und dort arbeitende KuratorInnen treffen.

Methode: Überblicksvorlesung, Textarbeit (Reader auf der Homepage), Referate (zu einzelnen Texten) Diskussionen, Kleingruppenarbeit, Exkursionen: Museum der Moderne, Salzburger Kunstverein, Künstlerinitiative Periscope.
Zeugnis: Referat und Essay, Note setzt sich aus Referat, Mitarbeit und Essay zu gleichen Teilen zusammen.

Ziel: Einführung in Theorie und Praxis des Kuratierens, Kennenlernen der drei erwähnten Institutionen und einiger ihrer VertreterInnen, selbstständiges Erarbeiten eigener Standpunkte und Kriterien zum Thema.

Voraussetzung: keine
14tägig, Dienstag 15 bis 18.15, 1. Termin 2.10.2012
Programmbereich Contemporary Arts & Cultural Production, Schwerpunkt Wissenschaft und Kunst, Paris Lodron Universität Salzburg und Universität Mozarteum Salzburg